Back to Top
6 minutes reading time (1106 words)

Corona – wo bleibt der Dialog?

Pferde 1

Seit Monaten versuche ich zu verstehen. Weshalb haben sich beim Thema Corona viele von mir geschätzte Menschen, die gesellschaftliche Vorgänge sonst kritisch analysieren und hinterfragen, einem allgemeinen Konsens angeschlossen? Einem Konsens, der fast alle Medien und politischen Parteien vereinigt und der gegenüber Andersdenkenden auch noch vehement verteidigt wird?

Der Austausch ist mir wichtig. Ich habe seit vielen Wochen den Wunsch auf Menschen zu treffen, die mich überzeugen. Ich möchte gerne wie so viele glauben, dass Covid19 eine sehr gefährliche Krankheit ist, um ein Vielfaches gefährlicher z.B. als mit dem Auto zu fahren. Und ich möchte gerne glauben, dass die Gefahr einer Ansteckung und damit verbunden an dieser Krankheit möglicherweise zu sterben so groß ist, dass dafür weltweit die Wirtschaft lahmgelegt wird und Grundrechte ausser Kraft gesetzt werden. Ich möchte gerne glauben, was die meisten um mich herum glauben, dass Abstand halten und das Tragen einer Maske hilft. Aber es gelingt mir nicht.

Viele meiner Gesprächspartner*innen vertreten die Meinung, dass die Maßnahmen allein deshalb gerechtfertigt wären, daß so viele intelligente Menschen sie befürworten würden. Dieses Argument überzeugt mich nicht.

Andere lassen sich auf eine inhaltliche Diskussion ein. Ich habe Respekt vor Menschen, die bereit sind, beim Thema Covid19 in die Tiefe der Problematik zu gehen. Das kostet Zeit. Ich nehme meine Mitmenschen ernst, auch wenn sie eine andere Meinung haben als ich selber. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Menschen die anders denken als ich -eingeschlossen Politiker und Journalisten- Böses wollen. Ich gehe gerne auf die Argumente Andersdenkender ein.

Leider sind alle meine Gesprächspartner*innen irgendwann ausgestiegen, da sie auf meine Fragen oder Argumente keine Antwort oder vielleicht auch keine Lust mehr auf den Diskurs hatten.

Ausgangsposition der unterschiedlichen Wahrnehmung ist eine eine alles durchdringende, jeden Zweifel überlagernde Übereinkunft:

 

Die gesundheitliche Gefahr einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus ist so groß, daß sie die in Deutschland und in der Welt getroffenen Maßnahmen rechtfertigt.

 

Auch nach monatelangen Recherchen kann ich weiter keine die Maßnahmen rechtfertigenden Gründe erkennen. Ich finde keine Antwort auf meine Fragen und Zweifel bezüglich folgender Themen:

 

Medien

Es existiert in Hinblick auf Corona eine komplette Gleichschaltung der Medien. So etwas hat es (abgesehen von 9/11) seitdem ich lesen kann noch nie in so einem Ausmaß gegeben. Kritische Stimmen innerhalb der Redaktionen sind unerwünscht. Interviews mit andersdenkenden Wissenschaftlern gibt es nicht. Wenn überhaupt Andersdenkende erwähnt werden, geht es darum, sie lächerlich zu machen und wo möglich in Schubladen mit Bezeichnungen wie „rechtsextrem“, „antisemitisch“ oder „Fall für die Psychiatrie“ zu stecken. Wer keine Maske trägt wird als „asozial“ oder als „Gelegenheits-Outlaw“ bezeichnet. Outen sich Personen aus der Wirtschaft als Andersdenkende, rufen die Medien (wie z.B. im Fall Rapunzel) zum Kaufboykott auf.

Mich macht ein Medienverhalten stutzig, das wissenschaftliche Sachverhalte nicht offen und sachgerecht diskutiert. Dieses Medienverhalten ist konsequent antidemokratisch.Wieso sind intelligente Menschen bereit sich so viel Angst von TV, Spiegel, TAZ & Co machen zu lassen und dies jeden Tag aufs Neue?

 

Strategien

Warum wurde vom Bundesinnenministerium ein Strategiepapier zum Schüren von Angst verbreitet? Ich höre immer wieder, dass weder Bill Gates noch irgendein Politiker in dieser Krise einen Plan verfolgen würden. Wozu gab es dann Planspiele auf dem Weltwirtschaftsforum? Warum wurden vor mehr als 10 Jahren die Kriterien zur Ausrufung einer Pandemie durch die WHO wesentlich (und nebenbei ganz im Sinne der Pharmaindustrie) verändert? Da die Pläne und Vorgaben der WHO von deren Finanziers gemacht werden – könnte es nicht doch möglich sein, dass sich hinter dem Umgang mit dem Thema Covid19 eine Strategie verbirgt?  

 

Zahlenerhebungen

Die geäusserte Kritik an den Grundlagen der Statistiken wird konsequent ignoriert. Wir hören weiter von der „Zahl von Infizierten“ ohne zu erfahren, wie viele Tests gemacht werden. Jede deutsche Region kann von heute auf morgen stillgelegt werden, indem einfach die Zahl der Tests erhöht wird. Hierfür wurde eine Quote (50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen) erfunden, von der niemand weiss, wer überhaupt auf diese Zahl gekommen ist.  

 

Zahlenvergleiche

Werden seit Beginn der Krise gefordert und nicht geliefert. Zahlen haben nur eine Aussagekraft, wenn ich Vergleichszahlen habe. Das habe ich schon in meinem Beitrag „Die Corona-Hypnose“ erwähnt. Ich möchte zum aktuellen Zeitpunkt  z.B. auch gerne erfahren, wie viele Menschen bis jetzt schon an den Folgen der Maßnahmen gestorben sind bzw. psychische und/oder körperliche Schäden davontragen ...

 

Sterblichkeitsrate

Es gibt bezüglich der Sterblichkeitsrate zwischen den einzelnen Ländern dieser Welt keine signifikanten Unterschiede, die in irgend eine Weise mit Maßnahmen wie dem Tragen von Masken oder einem Lockdown in Verbindung gebracht werden könnten. Die Sterblichkeitsrate ist weder in Ländern ohne diese Maßnahmen wesentlich höher noch lässt sich ein Ansteigen von Infektionen (ohne das Ansteigen von Tests) mit dem Einsetzen oder Aussetzen von Maßnahmen in Verbindung bringen. Es gibt regionale Ausnahmen, wie z.B. Norditalien, die gesondert zu betrachten sind. Wozu also Masken und Shutdown, wenn der Verlauf von Covid19 ohne diese Maßnahmen kein signifikant anderer zu sein scheint?

 

Wissenschaft

In der Corona-Krise zeigt sich eine Form von Wissenschaft, in der ausgeschlossen wird, wer (auf wissenschaftlicher Basis) anders denkt oder grundlegende Verfahren fordert, die einer wissenschaftlichen Vorgehensweise entsprechen würden. Eine kritische und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Andersdenkenden findet nicht statt. Kritische Wissenschaftler trauen sich nicht an die Öffentlichkeit, da sie um ihren Posten und ihre Karriere fürchten. Man beachte, was z.B. mit einem Wissenschaftler wie Stefan Homburg passiert, der von Beginn an in der Krise anders gedacht hat, als man es von ihm erwartete. Es scheint, als gäbe es Denkverbote. Warum?

 

Masken

Es ist unbestritten und für jeden nachvollziehbar, dass der Gebrauch einer Maske die Gefahr einer Tröpfcheninfektion reduziert. Dafür brauche ich keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Es ist aber auch nachgewiesen, dass es gesundheitsschädlich ist, über längere Zeit die sich ansammelnden Bakterien im feuchten Milieu der Maske immer wieder einzuatmen.Wo sind die Untersuchungen über die Folgen einer verminderten Sauerstoffzufuhr oder einer Schwächung des Immunsystems durch mangelden Virenaustausch mit der Umgebung? Wo sind die Statistiken über die Anzahl von insbesondere alten Menschen, die freiwillig oder unter Zwang eine Maske zu tragen beim Einkaufen zusammengebrochen sind?

 

Mir ist bewusst, dass für einige Menschen das Leben abgesehen von ein paar Einschränkungen weitergegangen ist wie zuvor. Manche mögen das Homeoffice als neue persönliche Freiheit ansehen. Es werden auch gern die Vorteile durch weniger Flugzeuge am Himmel und weniger Verkehr auf den Strassen erwähnt. Von den noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen hat man schon mal was gehört, aber irgendwie werden das die Politiker schon hinbekommen. Sich mit grundsätzlichen Änderungen unserer Rechte als Bürger dieser Gesellschaft zu beschäftigen ist vielen Menschen zu kompliziert. Es scheint da ein Vertrauen zu geben, dass unsere kritischen Journalisten sicherlich darauf achten werden, dass es nicht zu arg wird.

Diesen Glauben teile ich nicht.

2020 – Geburtsjahr einer neuen Weltreligion
Widerstand – zur Verteidigung der Selbstbestimmung
 

Kommentare 9

Gäste - Imke Rafael am Sonntag, 12. Juli 2020 19:46

..habe gerade Deinen Text „Wo bleibt der Dialog?“ gelesen - zum Thema Zahlenerhebung: Im Epidemiologischen Bulletin 17/20 des RKI gibt es auf Seite 17 die Tabelle 1: Dort ist von KW 10-KW 16 aufgelistet, in welcher Woche wieviele Tests durchgeführt wurden und wieviele Personen sich dann jeweils als infiziert erwiesen - in Klammern dahinter sogar noch die Prozentangabe.
Ab KW 12 (9.März) erhöht sich die Anzahl der Tests plötzlich auf ungefähr das Dreifache, ebenso die Anzahl der Infizierten; deren Anteil schwankt zwischen 5,9% (KW 11) bis max. 9% (KW 14) - m.a.W.: Die steil ansteigende Kurve, die als Begründung diente, die Grundrechte außer Kraft zu setzen, hat es nicht gegeben - und dabei ist noch zu berücksichtigen, daß nicht repräsentativ getestet wurde, sondern hauptsächlich bei Risikogruppen.
Der Vollständigkeit halber: Die einzige Verdopplung gab es in der letzten Februarwoche.
Imke Rafael

..habe gerade Deinen Text „Wo bleibt der Dialog?“ gelesen - zum Thema Zahlenerhebung: Im Epidemiologischen Bulletin 17/20 des RKI gibt es auf Seite 17 die Tabelle 1: Dort ist von KW 10-KW 16 aufgelistet, in welcher Woche wieviele Tests durchgeführt wurden und wieviele Personen sich dann jeweils als infiziert erwiesen - in Klammern dahinter sogar noch die Prozentangabe. Ab KW 12 (9.März) erhöht sich die Anzahl der Tests plötzlich auf ungefähr das Dreifache, ebenso die Anzahl der Infizierten; deren Anteil schwankt zwischen 5,9% (KW 11) bis max. 9% (KW 14) - m.a.W.: Die steil ansteigende Kurve, die als Begründung diente, die Grundrechte außer Kraft zu setzen, hat es nicht gegeben - und dabei ist noch zu berücksichtigen, daß nicht repräsentativ getestet wurde, sondern hauptsächlich bei Risikogruppen. Der Vollständigkeit halber: Die einzige Verdopplung gab es in der letzten Februarwoche. Imke Rafael
Gäste - Christian Schmidt-Maag am Montag, 13. Juli 2020 10:58

Lieber Matthias,
für mich ist das Verhalten der Regierung und der Bevölkerung vollkommen unverständlich. Ich kann die Angst und die Maßnahmen nicht nachvollziehen. Ich kann erst recht nicht nachvollziehen, dass die Maßnahmen nicht aufgehoben wurden/werden. Aus meiner Sicht scheint es ein gruppendynamisches Phänomen zu sein mit dem Grundgedanken: "Wenn alle das machen, muss es ja gut sein, sonst würden nicht alle das machen."
Konrad Lorenz hat über die Auswirkungen von „Indoktrinierung“ geschrieben, was ich für sehr lesenswert halte. (z.B. Konrad Lorenz, „Der Abbau des Menschlichen“Kapitel 8: Fehlleistung ursprünglich sinnvoller Verhaltensweisen: Die Indoktrinierung. Möglicherweise steht auch etwas zur Indoktrinierung im Buch „Die Rückseite des Spiegels“. Das Buch habe ich gerade nicht gefunden und kann daher nicht nachsehen.)
Ich selbst habe dieses Phänomen der gruppendynamischen Aneignung von neuen Glaubenssätzen im Schweizer Militär kennen gelernt. Meine Erfahrung war, dass Personen in einer homogenen Gruppe (eben im Militär) völlig unabhängig von ihrer Intelligenz und Bildung neue Glaubenssätze annehmen und anschließen völlig blind für den gesamten Prozess und die Auswirkungen dieses Prozesses und die Glaubenssätze selbst sind. Die gesamte Wahrnehmung der „Realität“ ändert sich. Nach meiner Erfahrung hat jeder Schweizer Angehöriger der Armee, zwei sich gegenseitig ausschließende Inventarien von Glaubenssätzen und Tugenden (Zivilverhalten und Militärverhalten), die er je nach Bedarf umschalten kann.

Ich glaube, wir haben es aktuell mit einem gruppendynamischer Prozess zu tun, der selbstverstärkend wirkt und dazu führt, dass ein großer Teil der Bevölkerung sich ungeprüft neue Glaubenssätze zur Vermeidung einer Corona-Pandemie aneignet. Glaubenssätze, die aus meiner Sicht leider unangemessen sind.
Lieber Matthias, ich vermute die Ursache für die Schwierigkeiten mit Deinen Freunden in Dialog zu kommen liegt daran, dass sich Deine Freunde Glaubenssätze angeeignet haben, die ihnen selbst kaum bewusst sind und Deiner Ansicht komplett widersprechen.
Viele liebe Grüße
Christian

Lieber Matthias, für mich ist das Verhalten der Regierung und der Bevölkerung vollkommen unverständlich. Ich kann die Angst und die Maßnahmen nicht nachvollziehen. Ich kann erst recht nicht nachvollziehen, dass die Maßnahmen nicht aufgehoben wurden/werden. Aus meiner Sicht scheint es ein gruppendynamisches Phänomen zu sein mit dem Grundgedanken: "Wenn alle das machen, muss es ja gut sein, sonst würden nicht alle das machen." Konrad Lorenz hat über die Auswirkungen von „Indoktrinierung“ geschrieben, was ich für sehr lesenswert halte. (z.B. Konrad Lorenz, „Der Abbau des Menschlichen“Kapitel 8: Fehlleistung ursprünglich sinnvoller Verhaltensweisen: Die Indoktrinierung. Möglicherweise steht auch etwas zur Indoktrinierung im Buch „Die Rückseite des Spiegels“. Das Buch habe ich gerade nicht gefunden und kann daher nicht nachsehen.) Ich selbst habe dieses Phänomen der gruppendynamischen Aneignung von neuen Glaubenssätzen im Schweizer Militär kennen gelernt. Meine Erfahrung war, dass Personen in einer homogenen Gruppe (eben im Militär) völlig unabhängig von ihrer Intelligenz und Bildung neue Glaubenssätze annehmen und anschließen völlig blind für den gesamten Prozess und die Auswirkungen dieses Prozesses und die Glaubenssätze selbst sind. Die gesamte Wahrnehmung der „Realität“ ändert sich. Nach meiner Erfahrung hat jeder Schweizer Angehöriger der Armee, zwei sich gegenseitig ausschließende Inventarien von Glaubenssätzen und Tugenden (Zivilverhalten und Militärverhalten), die er je nach Bedarf umschalten kann. Ich glaube, wir haben es aktuell mit einem gruppendynamischer Prozess zu tun, der selbstverstärkend wirkt und dazu führt, dass ein großer Teil der Bevölkerung sich ungeprüft neue Glaubenssätze zur Vermeidung einer Corona-Pandemie aneignet. Glaubenssätze, die aus meiner Sicht leider unangemessen sind. Lieber Matthias, ich vermute die Ursache für die Schwierigkeiten mit Deinen Freunden in Dialog zu kommen liegt daran, dass sich Deine Freunde Glaubenssätze angeeignet haben, die ihnen selbst kaum bewusst sind und Deiner Ansicht komplett widersprechen. Viele liebe Grüße Christian
Gäste - Manfred am Montag, 13. Juli 2020 11:16

Hallo,
Die Frage "Corona - Wo bleibt der Dialog" empfinde ich als provokativ.

Wir befinden uns sicher in einer herausfordernden Situation, die neben den epidemischen Faktoren und Risiken im Wesentlichen von psychologischen Faktoren beeinflusst wird. Als politischer Entscheidungsträger bin ich (hoffentlich) dem Wohl meiner Wähler verpflichtet. Wie und auf welchem Weg soll ich ganz und gar unpopuläre Maßnahmen vertreten, wenn nicht dadurch, dass ich Experten zu Rate ziehen, und Entscheidungen so weit wie möglich wissenschaftlich vidiere.

Populistische Mandatsträger sind per se nicht in der Lage verantwortungsvoll zu handeln, das zeigt sich gerade exemplarisch. Ein kollektives Handeln zu erzeugen, dass den natürlichen Interessen aller Menschen zuwider läuft ist sehr schwierig. Ich möchte Nähe, Umarmungen, ich will tanzen, ich will frei Atmen, ich will unbeschwert mit Freunden feiern. All das soll nun nicht mehr gehen. Ich stelle selber fest, dass ich nur zähneknirschend diesen Anweisungen folgen will, die meine Leben und alles was mir wichtig ist extrem einschränken. Es ist nur naheliegend und ein kleiner Schritt mich in die Rolle des Bevormundeten zu begeben und Ressentiments zu entwickeln.

Wenn es etwas zu dialogisieren gibt, dann das: Wie viele Tote sollen wie vielen wirtschaftlichen Nachteilen gegenüberstehen. Ist die aktuelle Balance gerechtfertigt. Jedoch: Wird die Büchse erst einmal geöffnet, dann lassen sich die neu erlangten Freiheiten nur schwer wieder entziehen. Wir haben auch so schon genug Menschen, die sich höchstens dann an die blöden Maßnahmen halten, wenn sie nicht anders können. Die Verläufe bei uns zeigen allerdings, dass wir mehrheitlich den wissenschaftlichen Begründungen vertrauen und in unserem Handeln diesem Konsens folgen.

Im Nachhinein, wird man vielleicht noch einmal bewerten ob die Einschränkung meiner Grundrechte vielleicht höher zu bewerten waren, als die Grundrechte eines anderen Individuums auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Sicher alles was ich lese und höre stammt aus Quellen, deren Authentizität ich nicht nachvollziehen kann. Ich persönlich kenne niemanden der an Covid-19 gestorben ist. Die Zahlen (Übersterblichkeit) sind doch gering. Anderswo ist es anders. Pandemien gab es in der Vergangenheit, und die Auswirkungen unterschiedlicher Methoden von Ignorant bis Einschränkungen im Umgang sind bestens erforscht.

Hallo, Die Frage "Corona - Wo bleibt der Dialog" empfinde ich als provokativ. Wir befinden uns sicher in einer herausfordernden Situation, die neben den epidemischen Faktoren und Risiken im Wesentlichen von psychologischen Faktoren beeinflusst wird. Als politischer Entscheidungsträger bin ich (hoffentlich) dem Wohl meiner Wähler verpflichtet. Wie und auf welchem Weg soll ich ganz und gar unpopuläre Maßnahmen vertreten, wenn nicht dadurch, dass ich Experten zu Rate ziehen, und Entscheidungen so weit wie möglich wissenschaftlich vidiere. Populistische Mandatsträger sind per se nicht in der Lage verantwortungsvoll zu handeln, das zeigt sich gerade exemplarisch. Ein kollektives Handeln zu erzeugen, dass den natürlichen Interessen aller Menschen zuwider läuft ist sehr schwierig. Ich möchte Nähe, Umarmungen, ich will tanzen, ich will frei Atmen, ich will unbeschwert mit Freunden feiern. All das soll nun nicht mehr gehen. Ich stelle selber fest, dass ich nur zähneknirschend diesen Anweisungen folgen will, die meine Leben und alles was mir wichtig ist extrem einschränken. Es ist nur naheliegend und ein kleiner Schritt mich in die Rolle des Bevormundeten zu begeben und Ressentiments zu entwickeln. Wenn es etwas zu dialogisieren gibt, dann das: Wie viele Tote sollen wie vielen wirtschaftlichen Nachteilen gegenüberstehen. Ist die aktuelle Balance gerechtfertigt. Jedoch: Wird die Büchse erst einmal geöffnet, dann lassen sich die neu erlangten Freiheiten nur schwer wieder entziehen. Wir haben auch so schon genug Menschen, die sich höchstens dann an die blöden Maßnahmen halten, wenn sie nicht anders können. Die Verläufe bei uns zeigen allerdings, dass wir mehrheitlich den wissenschaftlichen Begründungen vertrauen und in unserem Handeln diesem Konsens folgen. Im Nachhinein, wird man vielleicht noch einmal bewerten ob die Einschränkung meiner Grundrechte vielleicht höher zu bewerten waren, als die Grundrechte eines anderen Individuums auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Sicher alles was ich lese und höre stammt aus Quellen, deren Authentizität ich nicht nachvollziehen kann. Ich persönlich kenne niemanden der an Covid-19 gestorben ist. Die Zahlen (Übersterblichkeit) sind doch gering. Anderswo ist es anders. Pandemien gab es in der Vergangenheit, und die Auswirkungen unterschiedlicher Methoden von Ignorant bis Einschränkungen im Umgang sind bestens erforscht.
Gäste - Anni am Montag, 13. Juli 2020 20:15

Hallo Matthias, ich fand das Foto zu deinem Blogbeitrag grandios. :-) Fehlte nur noch, dass die beiden Pferde auch noch Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt hätten.... dass sich voneinander Abwenden klappt ja schon mal hervorragend bei den beiden.... :-)

Hallo Matthias, ich fand das Foto zu deinem Blogbeitrag grandios. :-) Fehlte nur noch, dass die beiden Pferde auch noch Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt hätten.... dass sich voneinander Abwenden klappt ja schon mal hervorragend bei den beiden.... :-)
Gäste - Sonja am Dienstag, 14. Juli 2020 09:44

Hallo zusammen.

Ich habe genau JETZT losgelassen, da noch irgendetwas "verstehen" zu wollen.
Ich glaube genau das "verstehen wollen" , gehört mit zu diesem Wahnsinn, ist ein Teil davon.

Ein Teil von dem gesamten Wahnsinn, in dem sich die Menschheit hinein katapultiert hat,
erkennbar u.a. an der aktuellen Situation.

Verstehen kann man das nicht, was da abgeht.... also kann man auch das "Verstehen wollen" nur loslassen...
und mit diesem Loslassen öffnet sich unmittelbar wieder Raum für Neues :-)

Ganz lieben Dank für diesen Blog Artikel, der bei mir genau dazu beigetragen hat :-)

Sonja

Ps.: Ja, die Pferde sind klasse, in dem was sie da zeigen ;-)



Hallo zusammen. Ich habe genau JETZT losgelassen, da noch irgendetwas "verstehen" zu wollen. Ich glaube genau das "verstehen wollen" , gehört mit zu diesem Wahnsinn, ist ein Teil davon. Ein Teil von dem gesamten Wahnsinn, in dem sich die Menschheit hinein katapultiert hat, erkennbar u.a. an der aktuellen Situation. Verstehen kann man das nicht, was da abgeht.... also kann man auch das "Verstehen wollen" nur loslassen... und mit diesem Loslassen öffnet sich unmittelbar wieder Raum für Neues :-) Ganz lieben Dank für diesen Blog Artikel, der bei mir genau dazu beigetragen hat :-) Sonja Ps.: Ja, die Pferde sind klasse, in dem was sie da zeigen ;-)
Gäste - Gerhard Riedl am Donnerstag, 23. Juli 2020 07:47

Auf meinem Blog habe ich den Artikel kommentiert - in Form eines Offenen Briefes: https://milongafuehrer.blogspot.com/2020/07/vielleicht-weil-es-einfach-stimmt.html

Auf meinem Blog habe ich den Artikel kommentiert - in Form eines Offenen Briefes: https://milongafuehrer.blogspot.com/2020/07/vielleicht-weil-es-einfach-stimmt.html
Gäste - Herwig Stäbler am Donnerstag, 23. Juli 2020 20:09

Gerhard Riedl: warum kommentieren Sie nicht hier? Wozu das Theater mit diesem offenen Brief?

Gerhard Riedl: warum kommentieren Sie nicht hier? Wozu das Theater mit diesem offenen Brief?
Gäste - Gerhard Riedl am Freitag, 24. Juli 2020 05:07

Wäre für den Kommentarbereich etwas lang geworden. Funktioniert der Link nicht? Übrigens gehören Briefe zur Epik, Theater ist Drama.

Wäre für den Kommentarbereich etwas lang geworden. Funktioniert der Link nicht? Übrigens gehören Briefe zur Epik, Theater ist Drama.
Matthias Möbius am Montag, 27. Juli 2020 14:01

Sehr geehrter Herr Riedl,

gerne lade ich Sie dazu ein, den Dialog dort zu führen, wo er initiiert wurde. Ich habe mir Ihren „Offenen Brief“ in Ihrem Blog durchgelesen. Ihr Beitrag wird an dieser Stelle auch nicht zu lang werden, wenn Sie ohne Zitate aus dem Kontext zu reissen schreiben was Sie denken. Manche Ihrer Fragen beantworten sich auch, wenn Sie auf den Seiten der Meditierer ein wenig mehr in die Materie einsteigen mögen. Insbesondere zur Interpretation und den Umgang mit Zahlen habe ich mich in anderen Beiträgen ausführlich geäussert.

Ich freue mich, dass wie Sie schreiben Ihre Frau bei deren Rückkehr vom Einkaufen nichts davon mitbekommen hat, dass weltweit die Wirtschaft lahmgelegt wurde. In Deutschland befinden wir uns aktuell noch in einem künstlichen wirtschaftlichen Koma. Schauen wir gerne mal, was passieren wird, wenn wieder Insolvenzen angemeldet werden dürfen, die gestundeten Mieten gezahlt werden müssen und wenn von uns verlangt wird, dass wir das Geld zurückzahlen sollen, welches jetzt eifrig gedruckt wird. Und da sind wir genau beim Thema: Wer sich wie Sie an FAZ, Spiegel oder der ARD orientiert, bekommt nicht mit, was aktuell gespielt wird. Ich gebe zu, dass die meisten Menschen für Hintergründe wirklich keine Zeit haben. Sie selber scheinen nach Ihrer Webseite zu urteilen ein wenig mehr Zeit zu haben – nutzen Sie diese doch gerne, um sich mit den Hintergründen der aktuellen Krise zu beschäftigen. Sie finden auf meiner Webseite unter dem Beitrag „Fundamentals“ https://www.die-meditierer.org/Blog/Fundamentals auch Literaturhinweise.

Zu den gesundheitlichen Folgen des Tragens von Masken: Ich kenne persönlich Menschen in meinem Umfeld, die wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr beim Tragen einer Maske ohnmächtig wurden. Mein Nachbar ist dabei so schwer gestürzt, dass er sich davon vermutlich nicht wieder erholen wird. Klar, er ist fast 90 Jahre alt und lief immer noch in freier Wildbahn herum. Festgeschnallt in einem der (zum Schutz unserer Alten) in Internierungslager verwandelten Pflegeheime wäre ihm so ein Malheur sicherlich nicht passiert.

Gerne höre ich, wozu Ihrerseits weitere Fragen offen sind.

Sehr geehrter Herr Riedl, gerne lade ich Sie dazu ein, den Dialog dort zu führen, wo er initiiert wurde. Ich habe mir Ihren „Offenen Brief“ in Ihrem Blog durchgelesen. Ihr Beitrag wird an dieser Stelle auch nicht zu lang werden, wenn Sie ohne Zitate aus dem Kontext zu reissen schreiben was Sie denken. Manche Ihrer Fragen beantworten sich auch, wenn Sie auf den Seiten der Meditierer ein wenig mehr in die Materie einsteigen mögen. Insbesondere zur Interpretation und den Umgang mit Zahlen habe ich mich in anderen Beiträgen ausführlich geäussert. Ich freue mich, dass wie Sie schreiben Ihre Frau bei deren Rückkehr vom Einkaufen nichts davon mitbekommen hat, dass weltweit die Wirtschaft lahmgelegt wurde. In Deutschland befinden wir uns aktuell noch in einem künstlichen wirtschaftlichen Koma. Schauen wir gerne mal, was passieren wird, wenn wieder Insolvenzen angemeldet werden dürfen, die gestundeten Mieten gezahlt werden müssen und wenn von uns verlangt wird, dass wir das Geld zurückzahlen sollen, welches jetzt eifrig gedruckt wird. Und da sind wir genau beim Thema: Wer sich wie Sie an FAZ, Spiegel oder der ARD orientiert, bekommt nicht mit, was aktuell gespielt wird. Ich gebe zu, dass die meisten Menschen für Hintergründe wirklich keine Zeit haben. Sie selber scheinen nach Ihrer Webseite zu urteilen ein wenig mehr Zeit zu haben – nutzen Sie diese doch gerne, um sich mit den Hintergründen der aktuellen Krise zu beschäftigen. Sie finden auf meiner Webseite unter dem Beitrag „Fundamentals“ https://www.die-meditierer.org/Blog/Fundamentals auch Literaturhinweise. Zu den gesundheitlichen Folgen des Tragens von Masken: Ich kenne persönlich Menschen in meinem Umfeld, die wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr beim Tragen einer Maske ohnmächtig wurden. Mein Nachbar ist dabei so schwer gestürzt, dass er sich davon vermutlich nicht wieder erholen wird. Klar, er ist fast 90 Jahre alt und lief immer noch in freier Wildbahn herum. Festgeschnallt in einem der (zum Schutz unserer Alten) in Internierungslager verwandelten Pflegeheime wäre ihm so ein Malheur sicherlich nicht passiert. Gerne höre ich, wozu Ihrerseits weitere Fragen offen sind.
Gäste
Montag, 30. November 2020