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Die Corona-Hypnose

Geschlossen

Seit Beginn dieses Jahres beobachte ich, was auf der Welt in Verbindung mit der Entdeckung eines SARS-CoV-2 genannten Kleinstlebewesens passiert. Neue Viren gibt es jedes Jahr und Corona-Viren sind seit vielen Jahren bekannt. Aber dieses Jahr war etwas anders. Es musste sich um einen wirklich gefährlichen Erreger handeln, wenn die Chinesen 18 Millionen Menschen zu deren eigenen Schutz in ihre Häuser einsperrten. Ich verfolgte die Entwicklung in erster Linie über das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und dessen Onlineseite. Immerhin trau(t)e ich dem Spiegel eine grössere Seriösität als vielen anderen Medien zu.

Je mehr der Virus seinen weltweiten Eroberungszug tat, um so grösser wurden meine Zweifel an der Berichterstattung in den Medien. Der Virus machte nichts anderes, als Jahr für Jahr die Grippeviren tun – er ging auf Reisen. SARS-CoV-2 ist der grösste virale Medienstar aller Zeiten geworden und wird vermutlich als Meilenstein für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen dieses gerade begonnenen Jahrtausends in die Geschichte eingehen. Die Welt starrt gebannt auf SARS-CoV-2 und lässt keine andere Meinung zu diesem Thema zu als die, die vermittelt wird, wenn wir den Fernseher einschalten oder uns in anderen Medien „informieren“ wollen.

Ich weiss, dass es riskant ist zu schreiben, was ich hier schreibe. Ich habe in den vergangenen Tagen erlebt, dass viele Menschen in meinem Umfeld, mit denen ich bisher freundschaftlich verbunden war, mich ächten, weil ich eine andere Meinung als sie vertrete. Ihres Erachtens gibt es zu diesem Thema nur eine einzige Meinung. Ich möchte dich bitten, mal den Fernseher abzuschalten, einen Schritt zur Seite zu treten, durchzuatmen und zu überprüfen, ob sich das was du denkst nicht gerade in einem fremdbestimmten Modus befindet. Ich bin dankbar für jede Sachinformation, die meine Gedanken und Thesen unterstützt oder auch widerspricht.  

 

Hamburg

Ich wohne in Hamburg. Diese Stadt hat knapp zwei Millionen Einwohner*innen. Laut offiziellen Zahlen vom 19.03. gibt es in dieser Stadt 506 Erkrankte, bei denen SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde. Ich rechne: Jede etwa 5000te Person auf der Strasse könnte die Coronagrippe haben. Ich denke darüber nach, wie vielen Menschen ich begegnen müsste, um durch eine Tröpfcheninfektion angesteckt zu werden. In allen Hamburger Krankenhäusern werden am19.03. insgesamt 18 Patienten behandelt, die mit den Folgen der Coronagrippe nicht alleine zu Hause klarkommen – achtzehn kritische Fälle in einer Millionenstadt. Vier Patienten liegen auf der Intensivstation. (Diese Zahlen ändern sich natürlich täglich. Lass es 5000 Grippekranke sein und jeder 500te ist infiziert. Das ändert kaum etwas ...)

Aber das öffentliche Leben ist in dieser Stadt stillgelegt worden. Was ist das für ein Virus, der so viel Macht besitzt?

 

Der Facharzt

Ein Facharzt kann dazu Folgendes sagen: Grippewellen gibt es jedes Jahr. Dabei greifen unterschiedliche Viren z.B. die oberen Luftwege an. Unter widrigen Umständen kann es auch zu einer Lungenentzündung kommen. Viren sind Kleinstlebewesen, die sich wie alle Lebewesen den Umständen anpassen müssen. Wer schon als Virus im Vorjahr aktiv war, hat im aktuellen Jahr weniger Chancen, da die Menschen Abwehrkräfte entwickelt haben. Deshalb müssen die Viren sich Jahr für Jahr verändern und neue Varianten schaffen, die das menschliche Abwehrsystem noch nicht kennt. Coronaviren sind schon seit vielen Jahren bekannt. Sie machen auch schon seit vielen Jahren einen Prozentsatz der grippale Infekte auslösenden Viren aus. Das ist in diesem Jahr wie auch in den Jahren zuvor. Allerdings ist es das erste mal, dass Coronaviren und speziell SARS-CoV-2 getestet werden. Vorher waren sie da, aber niemand hat sich für diese Viren interessiert. SARS-CoV-2 ist somit aus medizinischer Sicht ein ganz normaler Vorgang – same procedure as every year.

 

Italien

Jetzt habe ich mich natürlich gefragt, wieso es in den italienischen Krankenhäusern aktuell zu den in den Medien ausführlich dokumentierten chaotischen Zuständen kommt. Das ist mit ein paar Hintergrundinformationen relativ einfach zu erklären und es spielen eine ganze Reihe von Faktoren zusammen:

Dem öffentlichen Gesundheitswesen in Italien werden schon seit vielen Jahren Gelder und Personal entzogen. Bilder von überfüllten Krankenhäusern hätten auch problemlos vor einem Jahr im Fernsehen ausgestrahlt werden können. Das geschah aber nicht.  Ärzt*innen und Krankenhauspersonal arbeiten seit Jahren weit über ihrer Belastungsgrenze.

In Italien gibt es im Vergleich zu anderen europäisschen Ländern eine sehr hohe Resistenz gegen Antibiotika. Die Menschen kommen oftmals ins Krankenhaus, infizieren sich dort an der Vielzahl von in Krankenhäusern lebenden Keimen und sterben daran. Einer der Gründe, weshalb in Italien niemand ins Krankenhaus will.

Es spielt insbesondere im Norden des Landes eine Rolle, dass die Luftverschmutzung extrem hoch ist.

Im Norden Italiens arbeiten tausende von illegalen chinesischen Arbeitern in der Modeindustrie (Stichwort "Pronto Moda"). Viele von ihnen kamen im Februar aus China zurück. Das hat der Welle an Infizierungen mit dem frisch importierten Virus erheblichen Aufschwung gegeben.

Die Infektionswelle trifft auch auf eine relativ alte Gesellschaft. Und wie bei jeder Grippewelle, egal ob mit oder ohne Coronaviren, haben alte Menschen ein höheres Risiko.

Italienische Gesundheitsarbeiter*innen bekommen gerade viel Aufmerksamkeit. Sie nutzen diese, da sie ihnen bisher verwehrt wurde. Daraus lässt sich ihnen kein Vorwurf machen, denn sie brauchen dringend Unterstützung. Die aktuelle Infektionswelle zeigt ihre Misere.

Nebenbei: Die in den Medien verbreiteten Zahlen über Corona - Todesopfer haben keinen Aussagewert. Niemand untersucht aktuell in Italien, woran jemand stirbt. Wer z.B. vom Auto überfahren wird und den Virus hatte, geht in die Statistik